Vergleich der wichtigsten Gottheiten

Vergleich der wichtigsten Gottheiten

Vergleich der wichtigsten Gottheiten

Abbildung 27: Vergleich der wichtigsten Götter

Man sieht, dass in der ägyptischen Mythologie viel weniger Wassergötter existieren als in der griechischen Mythologie. In der ägyptischen Mythologie ist es sehr schwierig, eindeutige Charaktereigenschaften zu erkennen. Zudem sind die griechischen Götter und ihre Rollen viel spezifischer definiert, wie zum Beispiel Pontos als Urgott des Meeres definiert wurde und Thalassa als Urgöttin der See.

Man erkennt bei den Göttern der griechischen Mythologie auch eine klare Hierarchie und Abgrenzung von den 12 olympischen Gottheiten zu den übrigen Göttern. In der ägyptischen Mythologie ist das etwas komplexer und schwieriger zu erkennen. Man hat Atum als „grossen Vater“ angesehen. Es wird vermutet, dass sich die Hierarchie aus der Reihenfolge ihrer Geburt ergibt. Götter von bedeutender Symbolik erhalten, wie der Sonne (Re) und des Totenkults (Osiris), eine besondere Stellung. Deshalb erhalten sie auch mehr Ansehen und Macht.

Die ägyptischen Götter haben immer verschiedene Häupter. Diese lassen sich mit einem bestimmten Tier identifizieren. Diese Identifikation basiert vielmals auf der Persönlichkeit und Funktion der Götter. In der ägyptischen Mythologie gibt es dies nicht. Man hat eher Merkmale wie eine bestimmte Form eines Gesichtes oder einen langen Bart oder man trägt Instrumente oder Waffen in der Hand, welches die Gottheiten einfach zu identifizieren lässt. Dies führt dazu, dass die ägyptischen Götter, mit ihren tierischen Attributen eher als surreal betrachtet werden. Die griechischen Götter werden wie Menschen dargestellt, was sie menschlich machten.

Beide Mythen und Götter sind an die Kultur des jeweiligen Landes gebunden, weshalb es Götter gibt wie zum Beispiel Sobek, der Gott des Nils, welcher es niemals in einer griechischen Mythologie gäben könnte, da dort der Nil nicht durchläuft. Was man jedoch merkt, ist, dass die Rollen und Funktionen der Götter in der griechischen Mythologie etwas verallgemeinert werden, sodass Götter nicht einem bestimmten Fluss zugeteilt werden, sondern als Gottheit der Flüsse dienen.

Man erkennt in beiden Mythologien, dass eine Ehe unter Geschwistern normal und üblich ist unter den Göttern. Auch gibt es immer wieder Affären in den Mythen, jedoch werden diese in der ägyptischen Mythologie weniger angesprochen als in der griechischen Mythologie, wie zum Beispiel bei Zeus. In beiden Mythologien gibt es relativ viele Gottheiten, welche als Fruchtbarkeitsgötter bekannt sind oder die diese Rolle übernehmen. Die Fruchtbarkeit kann auf verschieden Aspekte zurückgreifen, unter anderem die Befruchtung und Geburt der Menschen oder in Bezug auf den Ackerbau, die Pflanzung und des Wachstums der Pflanzen oder Getreide.

Quellen wie Mvorganizing behaupten, dass die Griechen und Griechinnen sich von den Ägyptern inspirieren lassen hätten. Dabei hätten sie aber nicht alles nur kopiert, sondern die Teile (wie die Entstehung oder die Götter) mit ihrer Kultur verbunden hätten. Dadurch hätten sie versucht, sich die Welt und das Jenseits zu erklären. (Mvorganizing, 2021)