Der Bezug zur heutigen Zeit
Abbildung 13: Ägyptische Mythologie heutzutage (Lonely Planet, 2021)
Die ägyptische Mythologie spielt in der heutigen Zeit eine eher kleine Rolle. Einzelne Gottheiten sind ein Stück weit bekannt, wie zum Beispiel der Sonnengott Re. Jedoch findet man eher Aspekte wie der Totenkult oder die Reise ins Jenseits als stilistisches Mittel und Unterhaltung in Büchern oder in diversen anderen Medien wie in Filmen oder sogar Werbungen.
Die ägyptische Mythologie diente in der damaligen Zeit zur Erklärung von Phänomenen, welche nicht erklärt werden konnten, wie zum Beispiel die Nilüberschwemmungen. So erklärte man sich in der damaligen Zeit diese Phänomene als Teile der Werke der Götter und Göttinnen.
Heute weiss man, laut Afrika-junior.de jedoch, dass diese Nilüberschwemmungen durch einen starken Niederschlag auf einem nahen Berg verursacht werden. Damit wird der Nil mit Wasser überflutet und überläuft. (Afrika-Junior.de, 2021)
Im Mittelpunkt der ägyptischen Mythologie steht vor allem die Totenkultur und das Jenseits. Fast jede Gottheit in der ägyptischen Mythologie ist verbunden mit der Unterwelt oder spielt eine Rolle im Totengericht. Daraus kann man lesen, dass die Ägypter und Ägypterinnen sich vor allem mit dem Nachleben beschäftigten und diese Fragen versuchten zu erklären. Heutzutage glaubt man wahrscheinlich eher weniger an ein Wägen des Herzens mit der Feder des Maates nach dem Tod. Man sieht diese Geschichten und Erzählungen eher als Teil der Kultur und als Geschichten des alten Ägyptens an.
Die Wiederauferstehung spielt in der ägyptischen Mythologie, wie in der Religion der Christen, heutzutage eine Rolle. Osiris und Jesus beide in der Lage, dem Tod zu trotzen und wieder zurück ins Leben zu kommen.
Gemäss Shaw wurde auch die ägyptische Mythologie von der Religion abgegrenzt. Denn die Tempel, welche für Gottheiten gebaut worden waren, wurden nicht wie Kirchen gebraucht. So gab es keine regelmässigen Versammlungen in den Tempeln der Götter wie in den Kirchengemeinenden. Die Tempel der Gottheiten wurden eher als eine Art Fussabdruck der Gottheit auf der Erde angesehen. (Shaw, 2015, S. 153)
Osiris wird auch manchmal mit schwarzer Hautfarbe dargestellt. Dies könnte zu dem Gedanken führen, dass der Rassismus in der Antike noch nicht so verbreitet war wie zu späteren Zeiten. Da auch Götter verschiedenfarbig dargestellt wurden, wurde es auch als gewöhnlich angehsehen.