Die wichtigsten Gottheiten

Die wichtigsten Gottheiten

Die wichtigsten Gottheiten

Abbildung 12: Die ägyptischen Gottheiten, (schreiben.net, 2021)

Oft werden die Götter und Göttinnen in einer bestimmten Tiergestalt dargestellt. Der Gott der Weisheit, Thot, taucht beispielsweise immer als ibisköpfiges Wesen auf. Diese Identifikationen der Götter erlauben es den Menschen, diese besser voneinander zu unterscheiden. An den Tempeln wurden jeweils die entsprechenden Tiere geopfert, um nach den Göttern zu rufen oder um Hilfe oder Rat zu bitten.

Laut Shaw sind die Götter jedoch nicht an eine fixe Tiergestalt gebunden, sondern verwandeln sich auch nach Lust und Laune in andere Tiergestalten und werden so von den Menschen dargestellt. So sagt man, dass sie ihr wahres Wesen fern im Himmel annehmen, sodass niemals ein Mensch sie in ihrer wahren Gestalt zu Gesicht bekäme. Die Ägypter und Ägypterinnen sind aber genau wie die Griechen und Griechinnen davon überzeugt, dass diese Götter und Göttinnen auch nicht allgegenwärtig oder allwissend waren. (Shaw, 2015, S. 15)

Nach Philognosie seien die ägyptischen Gottheiten mit Tieren verbunden worden, da die Menschen die Tiere als überlegen angesehen haben. Der Grund dafür war, dass die Tiere über Attribute oder Fähigkeiten verfügten, welche die Menschen nicht haben und nie haben werden. Laut dem damaligen ägyptischen Glaubengalt ein Gott oder eine Göttin als Kombination eines Menschen mit einem Tier. (Philognoise, 2021)

Gemäss Shaw gaben die alten Ägypter:innen den Schöpfergöttern auch immer ein weibliches Gegenstück, welches mit dem männlichen des Gottes ineinander verwoben war (zum Beispiel Nun und Nauhet). (Shaw, 2015, S. 21)

Verschmelzung von Göttern

In der ägyptischen Mythologie kommt es oft zu Verschmelzungen und Vereinigungen von Göttern. Die neu entstandene Gottheit ist, nach Selket, meist eine Kombination der beiden verschmolzenen Göttern und trägt Qualitäten und Aussehen von beiden in sich. Damit wird zum Teil auch die Rolle der neu erschaffenen Gottheit mehr spezifiziert als zuvor.

Laut Shaw vereinigen sich die Götter kurzzeitig, damit sie ihre Kräfte sammeln und so davon profitieren können. So verschmilzt Re (der Gott der Sonne) kurzfristig mit Osiris (Gott der Wiedergeburt), damit er seine erneuerbare Kraft brauchen kann, um dann selbst am nächsten Morgen als Morgendämmerung wiedergeboren zu werden. (Shaw, 2015, S. 15)


Die Schöpfergottheiten

Amun

Gott des Windes, der Luft und der Fruchtbarkeit

Atum

Göttervater

Nun

Das Urgewässer

Ptah

Gott der Handwerkkunst und der Töpferei

Re

Der Sonnengott und die Verkörperung der Sonne

Die Geschaffenen

Anubis

Gott der Mumifizierung und Gott des Todes

Bastet

Katzengöttin der Sexualität und der Fruchtbarkeit

Geb

Gott der Erde

Hathor

Göttin der Liebe, der Schönheit, des Tanzes, der Musik und des Rausches

Horus

Himmelsgott des Krieges, sowie Weltengott und Gott des Lichtes

Isis

Göttin der Geburt, der Wiedergeburt und der Magie

Nephthys

Göttin der Geburt und des Todes

Nut

Göttin des Himmels

Osiris

Gott des Jenseits, der Toten und der WIedergeburt

Schu

Gott der feuchten Luft, des Sonnenlichtes und des Lebens

Seth

Wüstengott des Chaos, der Vernichtung und der Gewalt

Tefnut

Göttin des Feuers und der trockenen Luft

Thot

Gott der Weisheit, der Zeit, der Gelehrsamkeit, des Schreibens und des Mondes