Der Bezug zur heutigen Zeit

Der Bezug zur heutigen Zeit

Der Bezug zur heutigen Zeit

Abbildung 11: Die griechische Mythologie heutzutage, (Wienerzeitung, 2021)

Um den Bezug zur heutigen Zeit zu erstellen, muss erst einmal der Unterschied zwischen Religion und Mythologie erschlossen werden.


Die griechische Mythologie spielt in unserer Zeit immer noch eine ziemlich grosse Rolle. Zwar weniger als Unterstützung einer Religion, dafür mehr als Fiktion oder Geschichte. Ausserdem ist die griechische Mythologie heutzutage eine der beliebtesten und am weitesten verbreiteten Mythologien auf der Welt. Sie ist ein sehr beliebtes Element in Romanen (wie zum Beispiel in dem Jugendroman Percy Jackson) und wird auch in Reklamen oder in Videospielen verwendet. Dabei werden die Götter zwar als mächtige Wesen, die über den Menschen stehen, dargestellt, aber erscheinen sie zum Teil auch als feige oder als faul, da sie die Menschen (oder den Halbgöttern / Helden) die Arbeit oder Schlachten überlassen und amüsiert zuschauen, wie sie sich schlagen.

Gemäss Weidner sei ein Grund für die Beliebtheit der griechischen Götter wohl, dass diese auch fehlerhaft und dadurch auch ein Stück weit menschlich dargestellt werden. So sind gute wie auch schlechte (oder böse) Charaktereigenschaften weit verbreitet, wie zum Beispiel die Eifersucht der Hera, die Untreue ihres Gatten Zeus oder die Brutalität des Ares. Dies erlaubt es uns Menschen oder Bewunderer der Mythologie, uns mit den Persönlichkeiten der Götter oder mit deren Problemen zu identifizieren. Es wirkt beinahe so, als befänden wir uns in einem Roman, in dem die Götter die Hauptfiguren darstellen. (Weidner, 2013, S. 107)
Genau das macht die griechische Mythologie laut Weidner aus: Den Gedanken daran, dass die Götter unter uns wandeln und eigentlich auch menschlich sind und auch Fehler begehen. (Weidner, 2013, S. 107)

Was uns die griechische Mythologie vermitteln will, ist nach Weidner demnach Folgendes: Wenn sogar die Götter Fehler machen, ist es für uns Menschen genauso in Ordnung, Fehler zu begehen. Denn solange diese Götter da oben nicht perfekt sind, muss die Menschheit das noch lange auch nicht sein. (Weidner, 2013, S. 107)

Auch sieht man, dass die Götter immer Kriege führen. Dies gibt es leider auch bei den Menschen, wodurch dieser Krieg auch oft durch eine Glaubensverschiedenheit der Religion herbeigeführt wird.

Die griechische Mythologie hat uns deshalb nie verlassen – oder zumindest die Götter nicht. Denn wir erkennen diese in unserem Alltag, in Filmen oder in Kunstwerken und alle kennen Zeus oder die wichtigsten Gottheiten oder hat zumindest schon einmal von ihnen gehört.
Auch in Firmennamen sind sie zum Teil enthalten, wie in der Sportsmarke „Nike“, wobei Nike die griechische Göttin des Sieges ist. Gemäss der Internetseite Kindersache werden auch oft die Namen der Götter als Unternehmensnamen verwendet, wie zum Beispiel ein Versandunternehmen mit dem Namen des Götterboten Hermes.

Ausserdem sind laut der Website Radio Kreta die Götter auch in den Namen von Planeten präsent (vor allem ihre römischen Übernamen), wie zum Beispiel Pluto (Hades), Uranos, Venus (Aphrodite) und viele weitere. (Radio Kreta, 2021) Seit der Verbreitung des Christentums (ca. 50 n.Chr.) wurden die Götter immer weniger angebetet und es wurden ihnen auch immer weniger Opfergaben an den jeweiligen Tempel gebracht, bis zu dem Zeitpunkt, als sie gar nicht mehr angebetet wurden und auch keine Opfergaben mehr erhielten. (Kindersache, 2021) Man kann also sagen, dass die griechische Mythologie heute noch ziemlich aktuell ist, jedoch wird sie nicht so angesehen wie damals, sondern sie dient eher als Unterhaltungsmittel in Büchern oder Werbungen. Jedoch ist und bleibt sie ein Teil der Entstehung und der Entwicklung des Menschen und dies wird sich wohl auch nie ändern.