Die Entstehung der Titanen

Gaia und ihr Gatte und Sohn Uranos gelten als Herrscher des Universums. Gaia gebar zuerst die zwölf Titanen. Gemäss Rose kamen als nächstes die drei Kyklopen, die auch Zyklopen genannt werden. Diese Wesen haben ein charakteristisches, kreisrundes Einzelauge auf der Stirn. Sie tragen die Namen Brontes („Donnerer“), Steropes („Blitzer“) und Arges („Strahler“). (Rose, 1997, S. 19)
Nach Hellenicaworld gebar die Mutter Erde zum Schluss die drei Hekatoncheiren. Die Hekatoncheiren gelten als riesenartige Wesen, welche 50 Köpfe und 100 Hände aufweisen. Ihre Namen lauten: Briareos („der Starke“), Gyges („der Begliederte“) und Kottos („der Stossende“). (Hellenicaworld b, 2021)
Laut Menzies bezeichnet Uranos seine Kinder, die Kyklopen und die Hekatoncheiren als Monster, da sie physisch andere Merkmale aufweisen würden als die Titanen. Deshalb versteckte Uranos sie in der Tiefe des Tartaros, damit er sie nicht ansehen musste. Gaia war aus diesem Grund sehr bestürzt und wollte Rache gegen ihren Gatten und Sohn Uranos ausüben. Mit der Hilfe von Kronos, dem mutigsten der Titanen, plante Gaia auch ihre Vergeltung und ihre bittersüsse Rache. Kronos willigte ein, jedoch wollte er als Gegenleistung der Herrscher über das Universum werden. Gaia stimmte zu und überbrachte Kronos eine selbstangefertigte Sichel, mit welcher er seine Tat vollbringen sollte. (Menzies, 2020, S. 10ff.)
Laut Weidner war Kronos zusammen mit seinen Brüdern Iapetos, Hyperion, Krios und Koios in der Lage, seinen Vater zu entmannen. Durch diese Tat wurde Kronos zum Anführer der Titanen und zum Herrscher des Universums gekürt. Jeder Bruder wurde Herrscher über die jeweilige Himmelsrichtung, in welcher sie Kronos festhielten (z.B Iapetos hielt ihn im Westen fest, also wurde er der Herrscher über den Westen). (Weidner, 2013, S. 13f.)
Die 12 Titanen des Othrys
Gemäss der Website Griechische-Mythologie Wikia seien die Titanen ein Göttergeschlecht, die nach den Urgottheiten während der goldenen Zeit geherrscht haben. Die ersten Titanen seien die zwölf Titanen des Othrys und sind somit Kinder der Gaia und des Uranos. Sie gelten als riesenartige Menschen und sollen Naturgewalten verkörpern und darstellen. (Griechische-Mythologie Wikia, 2021)
Hyperion
Hyperion ist, nach Weidner, der Titan des Lichts, der Sonnengott sowie der Gott des Sonnenuntergangs und der Herrscher über den Osten. Er half Kronos bei der Entmannung des Uranos und hielt ihn dabei in Richtung des Ostens fest. Er ist der Gemahl der Titanin Theia und der Vater des Helios, der Selene und der Eos. (Weidner, 2013, S. 14f.)
Iapetos
Iapetos ist, gemäss der Internetseite Theoi, der Vater des Atlas, des Menoitios und der Zwillinge Prometheus und Epimetheus. Ausserdem half er Kronos bei der Entmannung und erhielt dabei die Herrschaft über den Westen. Er ist auch bekannt als das Symbol der Sterblichkeit, da seine Söhne Prometheus und Epimetheus die „Erfinder der Menschheit“ und anderen sterblichen Kreaturen sind. Nach der Niederlage gegen die Götter wurde er gemeinsam mit Kronos von Zeus in den Tartaros verbannt. (Theoi a, 2021)
Koios
Nach der Website Hellenicaworld hat Koios zusammen mit seiner Frau Phoibe zwei Töchter: Leto und Asteria. Er hatte seinen Vater bei dessen Entmannung im Norden festgehalten und wurde somit zum Titan des Nordens. Nach der Machtübernahme der Götter wurde er zusammen mit Iapetos und Kronos in den Tartaros geworfen. (Hellenicaworld b, 2021)
Kreios (Krios)
Gemäss Theoi ist Kreios der Gatte von Eurybia und Vater des Astraios (Gott der Sterne), des Pallas und des Perses. Er war der Vierte, der Kronos half und wurde deshalb zum Herrscher über den Süden und zum Titan der Sternbilder gekürt. (Theoi b, 2021)
Kronos
Laut Weidner ist Kronos der Titan der Zeit. Er wird manchmal auch als Titan der Ernte bezeichnet, da er eine Sichel in seiner Hand hält. Kronos wurde nach der Entmannung seines Vaters Uranos zum Anführer der Titanen:innen und zum Herrscher über den Kosmos. Er ist der Gatte der Rhea und zusammen gebaren sie folgende sechs Götterkinder: Hestia, Demeter, Hera, Hades, Poseidon und Zeus (in dieser Reihenfolge). (Weidner, 2013, S. 13)
Mnemosyne
Nach Weidner gilt Mnemosyne als Titanin der Erinnerungen und des Gedächtnisses. Demnach wurden die Sprache und die Worte dank ihr erfunden. Zusammen mit Zeus ist sie ein Elternteil der neun Musen, den Schutzgottheiten der Kunst. (Weidner, 2013, S. 15)
Gemäss der Internetseite Stringfinger existiere zudem ein Fluss mit demselben Namen wie der Titanin. Personen, die aus jenem Fluss tranken, haben sich an bereits verlorene Erinnerungen oder Gedächtnislücken wieder erinnern können. (Stringfixer, 2021)
Okeanos
Laut Weidner ist Okeanos der Titan aller Süsswasserquellen. Mit seinen Quellen ist das Wasser, mit der Hilfe seiner Gattin Mnemosyne, überall hingelangt, um die Erde zu befruchten. Durch den Regen kann er auch Gebiete erreichen, wo seine Gattin nicht hinreichen kann. Im Vergleich zu Thalassa gehört Okeanos der äussere Ozean. (Weidner, 2013, S. 11f. )
Phoibe
Sie ist, gemäss Weidner, die Mondgöttin und auch die Titanin des hellen Verstandes und der Klarheit des Geistes. Sie war die dritte Herrscherin über das Orakel, nach Gaia und Themis. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde sie dann von Apollo abgelöst. (Weidner, 2013, S. 16)
Rhea
Nach Weidner ist Rhea die Gattin des Kronos und gilt als die grosse Mutter der Götter. Sie verkörpert vor allem die weibliche Fruchtbarkeit. Sie besitzt ähnliche Charakterzüge wie Gaia, also die Rolle der sorgenden Mutter. Sie beschützte Zeus vor Kronos und trainierte diesen, um seine Geschwister eines Tages rächen und befreien zu können. (Weidner, 2013, S. 13f.)
Themis
Laut Weidner ist Themis die Titanin der Gerechtigkeit, der Sitte, der Ordnung und der Philosophie. Sie besitzt ausserdem die Gabe, die Zukunft vorherzusehen durch ihre Prophezeiungen. Sie wurde zur zweiten Schutzherrin des Orakels von Delphi, nach Gaia. Deshalb kennt sie die Zukunft und das Schicksal der Welt. (Weidner, 2013, S. 15)
Tethys
Tethys regiert, laut Weidner, zusammen mit ihrem Mann Okeanos über das süsse Wasser, welches die Erde fruchtbar macht. Sie ist für die unterirdische Versorgung der Flüsse zuständig, welche sie mit dem Wasser ihres Gatten versorgt. Deshalb steht sie unter anderem für das fruchtbarkeitsspendende Wasser. (Weidner, 2013, S. 12f.)
Theia
Nach Weidner ist Theia die Gattin des Hyperion und somit auch die Mutter des Sonnengottes Helios und der Mondgöttin Selene. Sie verkörpert den strahlend blauen Himmel und steht ausserdem für die Sehkraft. Sie ist die Titanin der Edelsteine und der Edelmetalle. (Weidner, 2013, S. 15)